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Ziel der Ausbildung nach den Prinzipien von HJN - Ganzheitlichesreiten ist ein gut gymnastiziertes, selbstbewusstes und mental fittes Pferd, das sich über Körpersprache (= feinste Signale) lenken und steuern lässt. Dies ermöglicht dann dem Reiter mit feinsten Hilfen zu reiten und mit seinem Pferd eine “wirkliche” Einheit zu werden. Es geht also um die Reitkunst. Und zwar sowohl in der klassischen Reitweise (englisch reiten), als auch im Westernreiten. Hans-Jürgen Neuhauser pflegt gerne zu sagen: "Dort wo in der Reiterei die Mechanik aufhört, hat die Kunst die Chance zu entstehen...." Es geht also um die Kunst mit den Pferden zu kommunizieren...

Bei den Ausbildungszielen wird unterschieden zwischen jungen, noch ungerittenen Tieren, Pferden die bereits unter dem Sattel sind und so genannten Problempferden.

Diese unterteilen sich in zwei Bereiche:

1. Physischer Bereich:

Takt, Losgelassenheit, “an den Hilfen stehen”, Beiderseitig gleichmäßige Biegung, flüssige und “punktgenaue” Wechsel der Gangarten, Zulegen und Herausnehmen der Tempi- in jeder Gangart, Gleichgewicht, Versammlung, Gymnastizierung, Aufbau und Kräftigung der “richtigen” Muskulatur- mit der daraus resultierenden Steigerung des Körperbewusstseins und der Körperbeherrschung.


2. Psychischer Bereich:

Mentale Fitness, Aufbau und Festigung des Vertrauensverhältnisses, Selbstbewusstsein Konzentrationsfähigkeit, Entwicklung eines “gesunden” Dominanzverhältnisses und der daraus resultierende Wille zum Gehorsam, bzw. Mitarbeit.

Die Schwerpunkte der Ausbildung variieren, je nach dem definierten Ausbildungsziel.. Bei sportlich ambitionierten Reitern wird etwas mehr in Richtung “Kraftausdauer” und “Elastizität gearbeitet, damit sich das Pferd mit geringsten Aufwand “Setzen” lässt.



Man kann auf diesem Bild sehr gut erkennen, dass das Pferd “Bergauf” geritten wird und sich “setzt”. Das Genick ist der höchste Punkt, das Pferd "trägt" sich selbst, tritt mit dem inneren Hinterbein weit unter den Schwerpunkt. Ebenso ist die weiche innere Zügelführung zu erkennen, ebenso wie auf dem Foto darunter, hier kreuzt der Hengst auf feinste Hilfen hin die Vorderbeine.

Foto's: Mona-Fee.de

Eine weiche Anlehnung ist gewünscht....keine Rollkur, sondern ein Pferd das an den Hilfen steht, das Genick als höchsten Punkt hat und die Nase eine Handbreit vor der Senkrechten. Eben anatomisch korrekt....

Wenn eine "wirkliche" Einheit erreicht wird, kann es so aussehen:



Bei sogenannten “Familienpferden”, liegt der Schwerpunkt der Ausbildung etwas mehr in Richtung “Verlasspferde”. Selbstverständlich werden auch diese Pferde während der Arbeit in einem hohen Maße gymnastiziert, gebogen und versammelt.



Dieses Foto soll lediglich zeigen, dass ein solide
ausgebildetes Pferd auf Kommando überall stehen bleibt.

 

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